Selbstwert erhöhen: In 6 Schritten zu deinem kraftvollen Ichgefühl
Selbstwert erhöhen: In 6 Schritten zu deinem kraftvollen Ichgefühl

Selbstwert erhöhen: In 6 Schritten zu deinem kraftvollen Ichgefühl

Der eigene Selbstwert – Fluch oder Segen?

niedriger Selbstwert
hoher Selbstwert

„Dafür bin ich viel zu blöd.“ „Ich kann das einfach nicht.“ „Das werde ich niemals schaffen.“ „Ich habe sowieso keine Chance.“ „Nichts kriege ich hin.“ „Ich habe das nicht verdient.“

Kommen dir solche oder ähnliche Aussagen bekannt vor?

Falls ja, keine Sorge, du bist damit nicht allein. Ich selbst hatte in meiner Vergangenheit Probleme mit einem niedrigen Selbstwertgefühl und ich kann dich daher beruhigen: Das, was dir die Stimme in deinem Kopf sagt, ist nicht wirklich so. Es ist lediglich deine Sicht auf dich selbst.

Es ist lediglich eine Brille, durch die du dich selbst siehst. Diese Brille beeinflusst deine Einstellung dir selbst und dem Leben gegenüber und damit auch deine Handlungen. Durch das, was auf Grund dessen in deinem Leben geschieht, bestätigen sich wiederum deine Überzeugungen über dich. Es ist wie eine Prophezeiung, die du dir immer wieder selbst erfüllst und die dich in deinen Annahmen über dich selbst bestätigt.

Doch gute Nachrichten: Du bist keine Brille!

Bitte was? Ja, du hast richtig gehört. Du bist nicht die Brille, durch die du dich selbst siehst. Du kannst sie absetzen, wirst dir aber auch unweigerlich ne‘ Neue aufsetzen müssen. Aber dafür ne‘ Schickere!

Was ich damit meine: all das lässt sich verändern und du kannst dein Selbstwert drastisch erhöhen. Wie genau, das erfährst du in diesem Beitrag. Als erstes schaffen wir Klarheit, indem wir das Konzept rund um den Begriff „Selbstwert“ klären. Los geht’s!

Selbstwert: Was ist damit gemeint?

Der Begriff ‚Selbstwert‘ beschreibt Überzeugungen und Gefühle, die wir bezüglich unseres eigenen Wertes haben.

Damit ist gemeint, in wie weit wir uns selbst als liebenswert und bedeutungsvoll erachten und fühlen. Die Qualität dieses Gefühls beschreibt dementsprechend wie hoch oder wie niedrig der empfundene Selbstwert ist. Die Betonung liegt hierbei auf „empfunden“, weil wir unseren Selbstwert subjektiv uns selbst zuschreiben und der tatsächliche Wert, den wir für andere Menschen haben, ein völlig anderer ist. Nichtsdestotrotz beeinflusst der Wert, den wir uns selbst zuschreiben maßgeblich unser Fühlen, Denken und Handeln. Dadurch lassen wir unweigerlich unser Innenleben Realität werden. Doch dazu gleich mehr. Klären wir zunächst, wie unser Selbstwertgefühl überhaupt entsteht.

Wie entsteht unser Selbstwertgefühl?

wie unser selbstwertgefühl entsteht
Selbstwert erhöhen: Wie unser Selbstwertgefühl entsteht

Die Basis für ein gesundes Selbstwertgefühl entsteht in unserer Kindheit. Unsere Eltern beeinflussen die Bildung unseres Selbstwertgefühls, indem sie uns lieben und anerkennen für den, der wir sind. Ganz unabhängig von unseren Leistungen oder Handlungen. So entwickeln wir ein gesundes Gefühl für unseren eigenen Wert – unser Selbstwertgefühl.

Wenn wir demgegenüber jedoch diese bedingungslose Liebe und Anerkennung nicht erfahren haben und wir stattdessen vernachlässigt, verspottet, bloßgestellt oder missachtet wurden, haben wir ein ungesundes Selbstwertgefühl entwickelt.

Das bedeutet, unser Selbstwertgefühl ist niedrig oder gar nicht vorhanden. Wir fühlen uns dann nur unter bestimmten Bedingungen wertvoll. Diese Bedingungen sind z.B. außerordentliche Leistungen, das Erfüllen anderer Erwartungen, das Aufopfern für die Wünsche und Bedürfnisse Anderer oder Perfektion und Fehlerlosigkeit. Diese Bedingungen geben uns dann das Gefühl einen Wert zu haben. Dieser Wert hält natürlich nicht lange an. Er ist wie ein Fass ohne Boden, denn er ist abhängig von eben genau diesen Bedingungen. Abhängig von Menschen, Dingen oder Ergebnissen – und all das liegt im Außen. Das wiederum bedeutet, dass wir selbst von all dem im Außen abhängig sind, um uns glücklich zu fühlen.

Wie du siehst wird der Samen für einen gesunden Selbstwert früh gesät und für sein Wachstum braucht es in jungen Jahren die richtige Zuwendung und Pflege.

Wenn das dir nicht widerfahren ist, bedeutet das jedoch nicht, das Hopfen und Malz oder besser gesagt, der Sprössling und sein Wachstumspotential, verloren sind. All das kann auch noch später nachträglich gedeihen. Wir müssen nur den richtigen Nährboden dafür schaffen. Was dieser Nährboden alles braucht, schauen wir uns jetzt an.

Welchen Nährboden es braucht, um dein Selbstwertgefühl wachsen zu lassen

selbstwert erhöhen
Selbstwert erhöhen: Welchen Nährboden und welche Pflege es braucht

Nathaniel Branden, amerikanischer Psychologe und Autor, beschreibt 6 Säulen für ein starkes Selbstwertgefühl. Diese 6 Säulen sind der Nährboden für ein kraftvolles Ichgefühl.

1. Achtsamkeit & ein bewusstes Leben:

Achtsamkeit ist die Basis und der Ursprung eines bewussten und gesunden Lebens. Erst durch Achtsamkeit können wir schädliche innere Muster und Verhaltensweisen aufdecken und uns ihrer bewusst werden. Denn durch Achtsamkeit bauen wir Distanz zu unseren Gedanken und Gefühlen.

2. Selbstannahme:

Selbstannahme ist eine wohlwollende Haltung dir selbst gegenüber. Sie ist essentiell, um etwas verändern zu können, unabhängig davon, ob das überhaupt nötig ist. Allein das Annehmen und Akzeptieren von zuvor Abgelehntem, bringt bereits eine große Veränderung mit sich. Genau darum ist Selbstannahme auch so wichtig, wenn es darum geht den eigenen Selbstwert zu erhöhen. Denn was einen niedrigen Selbstwert auszeichnet ist vor allem, dass wir uns nicht so akzeptieren können, wie wir sind.

3. Selbstverantwortung:

Selbstverantwortung bedeutet, dass du die Opferrolle abstreifst und proaktiv dein Glück angehst.

Das bedeutet, dass du dich für dein momentanes Leben selbst verantwortlich zu machst. Unabhängig davon, was dir widerfahren ist. Natürlich haben deine Vergangenheit, deine Eltern und die Erfahrungen, die du gemacht hast Einfluss auf dein niedriges Selbstwertgefühl. Nur erhöht sich dadurch weder dein Selbstwert noch verändert sich deine Situation. Du kannst nur etwas ändern, wenn du dein Leben in deine eigenen Hände nimmst.

Abgesehen davon ist die Schuldsuche im Außen sowieso belanglos. Denn erstens ändert sich dadurch nichts und du lernst nur ein hilfloses Opfer deiner Umstände zu sein und zweitens, wem willst du die Schuld geben? Deiner Mutter? Deinem Vater? Dem Jungen oder dem Mädchen, die dich gemobbt haben?

Egal wem du versuchst die Schuld zu geben, bedenke: All diejenigen, die du für dein Leid verantwortlich machst, haben ihre ganz eigene Leidensgeschichte, die dazu geführt hat, dass sie so gehandelt haben. Deshalb: keine Ausreden, sondern Verantwortung!

Wenn du mehr zum Thema Selbstverantwortung lesen willst, findest du hier einen ganzen Beitrag nur zu diesem Thema.

4. Selbstbewusstsein:

Sich seiner selbst bewusst zu sein, bedeutet sich seiner Fähigkeiten, Stärken, Schwächen und darüber hinaus seiner gesamten Daseinsberechtigung im Klaren zu sein.

Nathaniel Branden hat in einem Experiment mit Studenten herausgefunden, dass alle Studenten in einer schriftlichen Umfrage angaben, ihre eigene, reine Daseinsberechtigung zu haben. Beim lauten Aussprechen davon hatten sie jedoch Probleme damit. Denn statt ruhig und gelassen das Recht auf ihre eigene Existenz zu bekunden, waren ihre Aussagen laut und angespannt. In ihnen schwingen Wut und Zorn mit, als würden sie diese kämpferisch verteidigen, statt selbstverständlich verinnerlicht haben.

Jeder Mensch hat das Recht so zu sein, wie er ist und jeder Mensch hat das Recht glücklich zu sein.

Siehst du das für dich auch so?

5. Zielgerichteter Lebensstil:

Das Stecken, Umsetzen und Erreichen von Zielen erhöht unseren Selbstwert, weil es ein unmittelbarer Beweis für unser Können ist. Wenn wir zielgerichtet leben registriert unser Unterbewusstsein das. Mit den Erfahrungen und Erfolgen sickert die Überzeugung etwas zu schaffen und zu können mehr und mehr in unser Bewusstsein durch und wir fühlen uns kompetent und selbstsicher.

6. Integrität:

Das reine Stecken von Zielen allein erhöht noch nicht den Selbstwert. Vor allem die rigorose Umsetzung jener Ziele, ohne sich dabei selbst etwas vorzumachen oder sich selbst zu belügen, stärkt das Vertrauen in uns selbst. Denn wenn du deine Gedanken, Ziele und Werte aus deinem Innenleben in die Außenwelt bringst, lebst und vertrittst, sorgt das für Stimmigkeit. Denn auch hier registriert unser Unterbewusstsein permanent unsere Gedanken, Gefühle und unsere Taten. Bei Stimmigkeit fühlen wir dementsprechend Vertrauen und Sicherheit.

Erst auf diesem Nährboden kann unser kraftvolles Ichgefühl gedeihen. Klingt nach ziemlich viel Dünger, der da auf dem Boden verteilt werden muss? Ja, aber alles Bio! 😉

Keine Sorge, unser Selbstwertgefühl ist nichts, was von heut auf morgen wachsen muss, geschweige denn überhaupt wachsen kann.

Genauso, wie wir nicht von heute auf morgen ein niedriges Selbstwertgefühl bekommen haben, werden wir auch nicht von jetzt auf gleich ein gesundes Selbstwertgefühl herbei zaubern können.

Wir müssen den Sprössling nach und nach tiefer in diesen Boden einbetten, die richtigen Nährstoffe hinzugeben und regelmäßig gießen, sodass er langsam heranwachsen kann.

Das geht natürlich nicht ohne Aufwand und ohne Veränderungen im Alltag. Doch auf dem Weg zu deinem kraftvollen Ichgefühl wirst du stetig belohnt, weil all die kleinen Erfolge, die du auf diesem Weg verzeichnest, bereits spürbare Veränderungen in deinem Inneren bewirken.

Wie wär’s, wenn du den ersten kleinen Erfolg bereits heute verzeichnest?

Wie wär’s, wenn du die erste winzige Veränderung bereits heute spürst?

Du fragst dich, was du dafür tun musst?

Befolge die 6 nachfolgenden Schritten und finde es heraus!

Wie du deinen Selbstwert erhöhst: In 6 Schritten zu deinem kraftvollen Ichgefühl

Selbstwert erhöhen: dein kraftvolles Ichgefühl
Selbstwert erhöhen: In 6 Schritten zu deinem kraftvollen Ichgefühl

1. Schritt:

Laufe ab jetzt jede deiner emotionalen Reaktionen rückwärts ab. Was ich damit meine? Nun, stell dir vor du reagierst emotional auf eine dich in deinem mangelnden Selbstwert bedrückende Situation. Sei es eine anstehende Herausforderung, die Worte einer geliebten Person, die Erinnerung an ein Ereignis oder sonst irgendetwas.

Begib dich ab jetzt in all diesen Situationen langsam auf deinen inneren Weg zurück.

Was ich damit meine: Halte inne, atme und baue so Distanz zu deinen Gedanken und Gefühlen auf. Frage dich: Was könnte die in mir zu Grunde liegende Wurzel meiner Art zu denken und zu fühlen sein? Welche weit zurück liegenden Ereignisse, kannst du als Ursprung deiner Überzeugung ausfindig machen?

Vergegenwärtige dir, dass es eine Überzeugung ist, die du dir einst angeeignet hast, weil dir etwas dringend Notwendiges vorenthalten wurde. Versuche immer wieder aus deinen Gedanken und Gefühlen in den gegenwärtigen Moment zurückzukommen.

2. Schritt:

Nimm dich so an, wie du bist, mit all deinen Macken, Unsicherheiten und Fehlern. Mache dich dafür nicht schlecht, drücke sie nicht von dir weg, sondern hol sie zu dir.

Wann immer du nun deinen eigenen oder den Erwartungen anderer nicht gerecht wurdest, versuche den Drang, dich selbst dafür fertig zu machen, loszulassen.

Nimm es so an, wie es ist. Ohne Gegenwehr.

Vergegenwärtige dir: Jeder Mensch macht Fehler und niemand, der es ernst mit dir meint, wird dich auf Grund eines einfachen Fehlers weniger lieben, schätzen oder weniger von dir halten.

3. Schritt

Übernimm ab jetzt die Verantwortung für dein gesamtes Leben.

Du fühlst dich inkompetent? Super! Du bist dafür verantwortlich. Was kannst du tun, um kompetenter zu werden?

Dein Kollege war schon wieder ein Arschloch und hat deine Gutmütigkeit ausgenutzt? Super! Du bist dafür verantwortlich. Wie kannst du ihm beim nächsten Mal deine Grenzen aufzeigen?

Du gerätst immer wieder an Typen/Frauen, die dich verarschen und dich schlecht behandeln? Super! Du bist dafür verantwortlich. Welche deiner Verhaltensweisen kannst du ändern, um diesen Typ Mensch nicht immer wieder in dein Leben zu ziehen?

Ich denke, du verstehst, was ich meine… Übernehme ab sofort die Verantwortung für dein Leben! Auf zum nächsten Schritt!

4.Schritt

Glück zu erfahren ist dein Geburtsrecht. Toleriere es nicht länger ein unglückliches Leben zu führen. Hol dir das von deinem Leben, was du brauchst, um glücklich zu sein und verabschiede dich von den Dingen, die dich unglücklich machen.

Du lebst für dich, nicht für Andere. Erst wenn du dich lebst und auf dich achtest, kannst du auch Anderen einen wirklichen Mehrwert bieten. Denn nur so kannst du sie am wertvollsten, was du besitzt, teilhaben lassen: deiner wunderschönen und lebhaften Einzigartigkeit.

Dieses Leben ist ein Geschenk. Behandle es auch dementsprechend!

5. Schritt

Was willst du in deinem Leben noch erreichen? Was ist dir wirklich wichtig?

Setze dir Ziele und sei dabei nicht missmutig. Erlaube es dir groß zu denken. Mach dir einen Plan, was du alles erreichen willst und richte dein Leben entsprechend dieser Ziele aus.

Du hast einen Traumjob? Was kannst du konkret tun, um dich auf diesen Traumjob zu zu bewegen?

6. Schritt

Definiere deine Werte und richte dein Handeln entsprechend deiner Werte aus. Sei zu aller erst ehrlich zu dir selbst und mach dir nichts vor.

Hast du dir etwas vorgenommen? Dann setze es um.

Du wolltest dem Kollegen endlich einmal sagen, dass es dir reicht und er gefälligst aufhören soll dich so mies zu behandeln? Dann tu es und denke nicht nur darüber nach. Du wolltest 2x in der Woche Sport machen? Dann mach es, ohne wenn und aber.

Diese konsequente Haltung dir selbst gegenüber gibt dir ein kraftvolles Gefühl und auch andere werden dich dadurch viel mehr respektieren. Lerne dich selbst zu führen und zu dir und deinen Werten zu stehen und dein Leben wird eine ganz neue Qualität für dich bereithalten.

Fazit

Ein kraftvolles Ichgefühl entsteht nicht von heute auf morgen. Vielmehr ist es das Produkt einer Reihe von permanenten Verhaltensweisen und Handlungen. Doch wenn du diesen Schritten vehement Folge leistest, wird sich dein Selbstwert erhöhen und dein Leben radikal zum Positiven verändern. Das Gute: Bereits das Aufmachen auf diesen Weg, das Umsetzen kleiner Schritte und das Bewältigen vieler kleiner Alltagshürden hält unmittelbar Belohnungen, in Form von positiven Gefühlen, für dich bereit. Also worauf wartest du noch? Was willst du heute noch ändern und in die Tat umsetzen? Los geht’s!

Bildnachweise:

Bild von Rosy / Bad Homburg / Germany auf Pixabay

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Bild von John Hain auf Pixabay

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